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Rente – oder eine Welle von Altersarmut

Rente – oder eine Welle von Altersarmut

Bis zum 67. Lebensjahr können nur die wenigsten in ihrem Beruf bleiben. Die Rente mit 67 steht deshalb auf dem Prüfstand der Wirklichkeiten in der Arbeitswelt. Pauschale Verrentungsregeln bilden diese Wirklichkeit schon lange nicht mehr ab.  Es kommt also darauf an, einerseits die Arbeitswelt so zu verändern, dass  das Rentenalter für alle gesund zu erreichen ist. Zum anderen sind   sichere und flexible Übergänge in den verdienten Ruhestand zu schaffen. Zug um Zug müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen gesund ihr Rentenalter mit 65 Jahren erreichen. Wer mag und kann, könnte dann gerne noch freiwillig länger arbeiten.

Die Rente mit 67 ist aber nur die Spitze des Problem-Eisbergs. Die Finanzmarktkrise macht klar, dass die gesetzliche Rente sicherer ist als jede Privatversicherung. Doch Rentenkürzungen bis zu 25 Prozent, die kann kaum jemand ausgleichen. Viele wissen gar nicht, wovon sie privat vorsorgen sollen.

Es kommt aber noch schlimmer: Durch die hohe Langzeitarbeitslosigkeit, die vielen ungeschützten Jobs, das Lohndumping, die ungesicherten Übergänge, mangelnde Prävention der Arbeitgeber und die Rentenkürzungen droht Millionen von Menschen in Zukunft Altersarmut. Die nächste Bundesregierung muss diese tickende Zeitbombe schnellstens entschärfen und die Gesetzliche Rentenversicherung stärken.

Rente muss zum Leben reichen.

Wer mit Hungerlöhnen abgespeist wird, dem bleibt auch im Alter viel zu wenig. Wir brauchen deshalb Mindestlöhne von nicht unter 8,50 Euro. Außerdem muss die Rente für Geringverdiener, für prekär Beschäftigte und Erwerbslose stärker mindestsichernde Elemente enthalten, damit ein Leben ohne Armut möglich ist.

Langzeitarbeitslosigkeit muss vermieden werden. Wer aber keine Arbeit findet, bekommt für ein Jahr Hartz IV nur 2,19 Euro Rente. Das ist nicht nur zu wenig, das ist lächerlich, beschämend.

Arbeit darf nicht krank machen. Doch die Belastungen am Arbeitsplatz steigen. Wer aus gesundheitlichen Gründen vom Arbeitsmarkt gedrängt wird, darf bei der Rente nicht zusätzlich bestraft werden. Konkret: Die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente müssen weg.

Mehr Sicherheit fürs Alter ist möglich. Wir wollen die Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung ausbauen. So entstehen Spielräume, um die Rente zu sichern.