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31. März 2017

Besuch von Betriebsratsmitgliedern der Röchling Gruppe

Am Mittwoch bekam ich Besuch von Betriebsratsmitgliedern der Röchling Gruppe, darunter auch Vertreter aus Österreich, Belgien und Italien. Die Röchling Gruppe ist ein globales Unternehmen, das in den Bereichen Industrie, Automobil und Medizin agiert.

Eines unserer Gesprächsthemen war der Brexit und die damit verbundenen industrie- und arbeitspolitischen Herausforderungen und Ängste. Die Briten haben sich mit ihrer schwerwiegenden Entscheidung ein gesundes Bein amputiert und beraten nun, wie die Prothese aussehen soll. Dennoch müssen wir die Situation akzeptieren, damit umgehen und Europa weiterhin gestalten. Hier ist mir der Dialog zwischen Industrie und Politik besonders wichtig. Wir müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die Folgen des EU-Austrittes von Großbritannien für die deutsche und europäische Wirtschaft abzufedern.

Auch über die amerikanische Wirtschaft sprachen wir, besonders in Bezug auf Trump und seine Drohungen, Strafzölle zu verhängen. Hier muss klar gemacht werden, dass die amerikanische Wirtschaft von der deutschen profitiert und umgekehrt. Auch wenn die Verhandlungen über ein europäisch-amerikanisches Freihandelsabkommen auf Eis liegen, ist es wichtig, die Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten. Trump muss erkennen, welche Vorteile im Handel mit Europa liegen und dass es keine Lösung ist, sich vom Rest der Welt abzuschirmen.

Darüber hinaus ging es in unserem Gespräch auch um das Thema Industrie 4.0. Die Vernetzung von Produktionsabläufen wird stetig intelligenter und schneller. Damit sind viele Bereiche verbunden. So müssen wir auch Angestellte in den Prozess integrieren und dafür sorgen, dass nicht nur die Produktion digitalisiert wird. Eine große Angst der Belegschaft sei demnach, nicht mehr mitzukommen, die technischen Aspekte nicht zu verstehen und deshalb irgendwann keine hinreichende Arbeitskraft mehr zu sein. Industrie und Politik müssen diese Ängste nehmen sowie Qualifizierungschancen bieten und nutzen. Um die heutigen Möglichkeiten für die deutsche Industrie wirklich nutzen zu können, brauchen wir u.a. einen weitreichenden Breitbandnetzausbau. Die Politik ist in der Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Arbeitswelt die Digitalisierung als Segen und nicht als Fluch empfangen kann.