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10. April 2017

Zeit für Familie

Sowohl die Zeit mit Kindern, als auch die Pflege von Angehörigen sind enorm wichtig für Familien. Beides benötigt Zeit. Diese Zeit fehlt dann, um die Familie finanziell zu versorgen. Der Staat muss hier mehr für die Menschen tun. Damit weder die Zeit mit den Kindern, noch die Pflege von Angehörigen zu kurz kommt, will die SPD eine Familienarbeitszeit für Kinder und für Pflege von Angehörigen mit einem Familiengeld einführen. Oft möchten oder müssen Menschen in Deutschland ihre Familienangehörigen pflegen. Dies kann schnell zur zeitlichen und wirtschaftlichen Doppelbelastung führen. Pflegende, die beruflich kürzer treten wollen, sollen dies finanziell ermöglicht bekommen.

So will Familienministerin Manuela Schwesig Familien entlasten:

• Eltern jüngerer Kinder, die beide zwischen 26 und 36 Wochenstunden arbeiten, sollen ein Familiengeld in Höhe von 300 Euro monatlich erhalten. Je 150 Euro für die Mutter und für den Vater.

• Das Familiengeld sollen Väter und Mütter bis zu 24 Monate lang bekommen – für alle Kinder, die jünger als acht Jahre sind.

• Auch Allein- oder getrennt Erziehende sollen das Familiengeld erhalten.

• Wenn das Kind zwei Jahre alt ist, können sie entscheiden: ein weiteres Jahr Elternzeit ohne staatliche Leistungen und ohne dass beide Elternteile berufstätig sind - oder zwei Jahre Familienzeit. Die Familienzeit kann auch in zwei Abschnitte geteilt werden und ein Teil später in Anspruch genommen werden.

Familienarbeitszeit für Pflege

• Pflegefreistellung mit Lohnersatz: 3 Monate Auszeit vom Job für Pflege und ein Lohnersatz wie das Elterngeld. Nach der bisherigen zehntägigen Freistellung mit Unterstützung ist dies ein wichtiger nächster Schritt.

• Familiengeld für Pflege: Wer Arbeitszeit reduziert und zwischen 26 und 36 Stunden arbeitet, erhält 150 Euro monatlich für bis zu 24 Monate. Zwei Angehörige können dies in Anspruch nehmen.