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21. April 2017
Gastbeitrag

Mein Praktikum im Bundestag

von Anna Kortmann
Praktikantin Anna Kortmann
Seit dem Beginn meines Politikstudiums wollte ich Politik hautnah erleben. Vom ersten Semester an war also klar, dass ich ein Praktikum im Abgeordnetenbüro Hans-Joachim Schabedoth machen würde. Meine Erwartungen wandelten sich bis zum Zeitpunkt meines Praktikums.

Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, wirklich „mitmachen“ zu dürfen. Was soll ein Praktikant im Bundestag schon machen können? Die Realität hat mich mehr als positiv beeindruckt. Mein erster Tag fiel auf eine Sitzungswoche und so war ich gleich voll eingespannt. Den Büroalltag mitbetreuen, AG-Sitzungen, Ausschusssitzungen, Gesprächskreise, Landesgruppensitzung und die zahlreichen Aktivitäten des Praktikantenprogramms. Von wegen Kaffeekochen! Als Praktikant im Bundestag hat man Verantwortung und das Gefühl, aktiv mitzuwirken.

Es ist schon etwas Besonderes, jeden Tag das imposante Paul-Löbe-Haus zu betreten und beim Besuch der Familie mit dem Finger darauf zu zeigen: Hier arbeite ich übrigens! Katarina Barley beim Praktikantenprogramm die Hand schütteln? Oder direkt am ersten Arbeitstag mit Brigitte Zypries in einem Raum sitzen? Alltag als Praktikant im Bundestag. Solche Erfahrungen sind natürlich das Erste, was man als „besonders“ empfindet. Das wirklich Besondere an diesem Erlebnis realisiert man erst nach einer gewissen Zeit. Habe ich Angela Merkel gesehen? Nein! Habe ich mit Martin Schulz Kaffee getrunken? Ebenfalls Nein! Aber ich habe bemerkt, dass Politik uns alle etwas angeht. „Die großen Bösen“, die im Parlament sitzen und ihre Pläne schmieden, sind hart arbeitende Abgeordnete, die jeden Arbeitstag ihr bestmögliches für die Bundesrepublik geben. Kritisieren ist leicht, selbst Politik gestalten ist schwer. Nicht immer ist der leichte Weg auch der Richtige.

Meine Zeit im Bundestag hat mir vor allem eines gezeigt: Wer etwas ändern will, muss selbst aktiv werden. Politik braucht junge und begeisterte Menschen, die den Willen haben, dieses Land voran zu bringen. Ich möchte einer dieser Menschen sein.