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Beselich-Obertiefenbach, 24. April 2017
Reitturnier des RSC Obertiefenbach

Neue Erfahrung als Schirmherr

Lisa Gombert, die zweimal Zweitplatzierte
Eine Premiere stellte stellte für mich die Wahrnehmung der Schirmherrschaft über das diesjährige Reitturnier des RSC Obertiefenbach dar, welches Reiter aller Klassen während der drei Tage vom 21. bis 23. April auf der Reitanlage Meilinger zusammenführte. Am Freitag und Samstag noch an der Anwesenheit wegen des gleichzeitig stattfindenden Landesparteitages der SPD Hessen in Kassel gehindert, nahm ich mir am Sonntag die Zeit und verfolgte das quirlige Geschehen.

Neben dem Springturnier selbst konnte ich interessante Gespräche mit Fachleuten über die Situation des Pferdesportes – aber auch über die Schwierigkeiten der Betreiber von Reitställen wie das von der Familie Meilinger führen. Im Sommer 2016 war es dort zu einem Ausbruch des Pferdeherpes-Virus gekommen, was einigen Tieren das Leben kostete und der Familie Meilinger fast die Existenz. Während die Krankheit schnell abflaute, blieben die Pferdehalter mit ihren Pferden aus Angst vor Ansteckung ihrer Tiere zunächst fern.

Eine Impfpflicht, so erläuterte mir der das Turnier betreuende Tierarzt Dr. med. vet. Thomas Hirschhäuser bestehe leider immer noch nicht, und viele Pferdebesitzer scheuten zudem vermutete Impfnebenwirkungen. Der in Deutschland produzierte Impfstoff hätte lange nicht zur Verfügung gestanden. Ein gleichwertiges Ersatzprodukt aus Tschechien, so erklärte er mir, sei nicht immer erwünscht gewesen. „Die Reitanlage stand wirtschaftlich vor dem Aus“, so Diana Kuhle, Mitbetreiberin der Reitanlage und 1. Vorsitzende des Reitvereins.

Ich hatte sich 2016 als Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises beim Bundeslandwirtschaftsministerium für eine geeignetere Einschätzung dieser Tierkrankheit verwendet. Doch offenbar ist man dort weiterhin der Ansicht, dass der Pferdeherpes nicht als Tierseuche einzustufen sei. Somit entfielen auch Melde- und Impfpflichten für Halter, Tierärzte und Reitstallbetreiber.

Umso erfreulicher empfand ich es, dass die meisten Reiter, die die jährlich stattfindenden Reitertage traditionell besuchen, auch in diesem Jahre wieder mit dabei waren und um die gelben Schleifen für den jeweiligen Turniersieger seiner Klasse mit ihren Pferden um die Wette sprangen. Das war mir ein zusätzlicher Anreiz wert: So lobte ich für die drei Bestplatzierten aus dem Wahlkreis jeweils eine der hochbegehrten Viertagesreisen für zwei Personen nach Berlin mit dem Besuch des Deutschen Bundestages Ende Mai aus. Und weil die Reiter fleißig die eigens aufgestellte Spendenhürde übersprungen hatten für einen guten Zweck, stockte ich den ersprungenen Erlös nochmals ein wenig auf. Die Spende geht an das Kinder- und Jugendhaus Funk in Runkel, wo traumatisierte und misshandelte Kinder leben, denen auch mit therapeutischem Reiten geholfen wird. Gern nahm ich auch das Angebot wahr, den Siegern und Platzierten zu gratulieren und Erfolg zu wünschen für die Zukunft.