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Berlin, 06. Mai 2017

Brexit-Verhandlungen: Keine Rosinenpickerei erlauben

Der Europäische Rat wird die Leitlinien für die Brexit-Verhandlungen bestimmen. Es ist im Interesse beider Verhandlungspartner, dass ein gutes und enges Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich fortbesteht. Es gibt verschiedene Alternativen, wie die künftigen Beziehungen ausgestaltet werden. Unabhängig davon, für welches Modell sich Großbritannien entscheidet, steht eines heute bereits fest: Je tiefer die wirtschaftliche Integration verbleiben soll, desto mehr Regeln und EU-Standards sind von Großbritannien einzuhalten.

Für den Fortbestand der EU ist es von entscheidender Bedeutung, dass Großbritannien keine Rosinenpickerei gestattet wird. Denn dies würde ein Auseinanderbrechen der EU befördern. Wenn ein Land aus der EU austritt, kann es nicht mehr alle Vorteile der Gemeinschaft behalten. Die Austrittgespräche müssen fair und ohne Schuldzuweisungen, aber mit klaren Blick für die Interessen der verbleibenden 27 Mitgliedstaaten geführt werden. Fest steht: Beide Seiten stehen vor schwierigen Verhandlungen. Gegenseitiger Respekt und Wille zur gemeinsamen Zusammenarbeit dürfen dabei nicht auf der Strecke bleiben. Das sind wir nicht zuletzt den vielen jungen Britinnen und Briten schuldig, die sich für einen Verbleib in der EU ausgesprochen haben.