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24. Mai 2017
Gastbeitrag von Felix Burghardt

Jugendpressetage in Berlin

Felix Burghardt während der Jugendpressetage im Berliner Büro
Bevor ich vor einigen Wochen von unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Schabedoth auf die Jugendpressetage in Berlin angesprochen wurde, hatte ich noch nie davon gehört. Entsprechend fuhr ich in der vergangenen Woche mit Vorfreude und Neugier darauf, was mich erwarten würde, mit über 80 anderen Teilnehmern aus ganz Deutschland in die Hauptstadt. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Am Mittwoch standen nach der Ankunft und Begrüßung durch Hans-Joachim im Paul-Löbe-Haus einige Diskussionen mit Abgeordneten auf dem Programm. Unter anderem sprachen wir mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby über Integration, wobei die Schwerpunkte auf den Möglichkeiten für Familienzusammenführungen und die Weiterbildung für junge Flüchtlinge nach der Schule lagen. Da wir in dieser Runde nur zu zehnt waren, bekamen alle die Gelegenheit ausführlich Fragen zu stellen, mit Abgeordneten und Mitarbeitern Lösungsvorschläge auszutauschen und über die Verantwortung von Politik und Gesellschaft zu sprechen. Weitere Diskussionen an diesem Nachmittag drehten sich um die Themen Chancengleichheit und den Umgang mit Fakenews.

Einen Tag später besuchten wir das Willy-Brandt-Haus und nahmen an einer Pressekonferenz mit Katharina Barley, der Generalsekretärin der SPD, teil. Sie berichtete vom alltäglichen Umgang von Politik und Medien miteinander, gab aber auch spannende Einblicke in die aktuelle Situation der SPD vor der anstehenden Bundestagswahl. Besonders betonte sie dabei die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts besonders in Zeiten großer Herausforderungen.
Später folgte eine Fragestunde mit dem finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lothar Binding. Interessant waren dabei vor allem seine Ausführungen zu den aktuellen „Rekordsteuereinnahmen“ und sein Plädoyer für einen maßvollen Ausgleich zwischen Schuldenabbau und Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Im Anschluss bot sich nicht nur Gelegenheit für offizielle Fotos, sondern auch für das eine oder andere Selfie.

Anschließend besuchten wir die Hauptstadtstudios verschiedener Fernsehsender und wurden dort von Journalistinnen und Journalisten in verschiedenen ihrer Arbeitsbereiche herumgeführt. In anschließenden Gesprächen mit Redakteurinnen und Redakteuren ging es um die Zukunft von Medien wie Fernsehen und Zeitung, aber auch die wachsende Bedeutung von sozialen Netzwerken für die aktuelle Meinungsbildung.

Am letzten Tag folgten wir einer Plenarsitzung im Reichstagsgebäude und traten am frühen Nachmittag die Heimreise an. So gingen drei Tage voller neuer Eindrücke und Perspektiven in der Hauptstadt zu Ende. Besonders gefiel mir dabei, dass uns Teilnehmern Abgeordnete, Mitarbeiter und Journalisten auf Augenhöhe begegneten. Und obwohl ich noch nicht ganz sicher über meine berufliche Zukunft bin, haben mich die Jugendpressetage noch einmal zum Nachdenken angeregt.

Felix Burghardt, 20, Juso aus Neu-Anspach