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Neu-Anspach, 08. Juni 2017
Rente

Die Rente ist sicher - aber wie?

Rentenkonzept der SPD bei der AWO Hochtaunus erläutert
Kachel: Da liegen die Unterschiede zwischen uns und der Union
im Kreise der AWO Hochtaunus
im Kreise des Vorstandes der AWO Hochtaunus
Die AWO Hochtaunus hatte mich eingeladen, das kurz zuvor durch Andrea Nahles und Martin Schulz vorgestellte Rentenkonzept der SPD näher zu erläutern. Ich konnte deutlich machen, an welchen Stellen Veränderungen nötig sind, um den aus dem Arbeitsleben ausgeschieden Menschen auch in der Zukunft ein auskömmliches Leben zu ermöglichen.

Natürlich ist auch klar, dass jemand, der Zeit seines Lebens keine Reichtümer hat ansammeln können, mit dem Bezug von Rente plötzlich reich wird. Aber wir haben die Verpflichtung, dass diejenigen, die gearbeitet haben, im Alter besser dastehen, als jene, die es nicht taten. Sie sollen künftig eine Rente beziehen mindestens 10 Prozent über der Mindestsicherung. Das ist nicht viel – aber weit besser, als die bisherige Regelung.
Und die Menschen, die aufgrund von erworbenen Beeinträchtigungen nicht mehr umfänglich einer Erwerbstätigkeit nachgehen und so auch besser für ihre Rente vorsorgen können, trotzdem gut gestellt sind im Alter. Sie werden so gestellt, als wären sie bis 65 vollerwerbstätig gewesen.
Ich konnte den Anwesenden auch deutlich machen, dass ein Absinken des Rentenniveaus und ein zu starkes Ansteigen der Beiträge vermieden werden muss. Darum hat die SPD Haltelinien eingezogen: Minimum 48 Prozent Rentenniveau und maximal 22 Prozent Beiträge – paritätisch von Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingebracht.
In der Diskussion mit den Mitgliedern der Arbeiterwohlfahrt wurde auch deutlich, dass Fehlfinanzierungen wie die Mütterrente allein aus Versichertenbeiträgen schnellstens verändert werden müssen. Die Anerkennung von Erziehungsleistung ist eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit. Sie gehört steuerfinanziert.
Auf Nachfrage konnte ich erläutern, dass bereits heute knapp 100 Mrd. Euro Steuergeld in die Rentenversicherung laufen – das sind fast ein Drittel des Gesamttopfes. Dieser Anteil wird steigen müssen – nicht nur aufgrund der demografischen Veränderungen, sondern auch im Blick darauf, dass die Digitalisierung fortschreitet, digitalisierte Prozesse Arbeitsplätze ersetzen und so auch das Beitragsvolumen ansonsten sänke.
Wir waren uns einig in der Einschätzung, dass ein „Weiter so“ ohne tragfähiges Konzept – so wie es offenbar die Union vorhat, ein gefährliches Spiel auf dem Rücken aller Menschen – jung wie alt – bedeutet.
Die Kachel verdeutlicht, wo die Unterschiede zwischen uns und der Union liegen – und diese Unterschiede sind riesig!