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Modersohns Flusslandschaft und Liebermanns Zwei Spaniels
Weilburg, 16. Juni 2017
Ausstellung von Impressionisten in der Stadthalle

Weilburg um eine Attraktion reicher

Ausstellung nur während der Zeit der Schlosskonzerte
Frau Gerich erläutert mir Liebermanns Malweise
vor dem Bild "L'eglise de Piana en Corse" von Charles Camoin
Mit Frau Gerich vor dem Bild "L'eglise de Piana en Corse" von Charles Camoin
Ich meine, Weilburg hat bereits seine Anziehungspunkte – unbestritten: die Lahn, eine Märchenlandschaft vor allem, wenn man sie mit dem Kanu befährt, den Lahnkanaltunnel, einmalig in Deutschland, den Wildpark Tiergarten vor seinen Toren, das Schloss mit seinem Schlossgarten und einer Orangerie, die zum Verweilen einlädt, die Schlosskonzerte dort, die malerische Altstadt und neusten Datum auch das Rosenhang-Museum mit Exponaten zeitgenössischer Künstler von Balkenhol und Baselitz über Lüpertz und Richter bis hin zu chinesischen Künstlern der Gegenwart, vergleichbar mit dem Städel in Frankfurt.

Vom 15. bis 25. Juni gesellt sich ein nicht minder hochkarätige Ausstellung dazu: deutsche und französische Impressionisten. Diese Ausstellung, präsentiert von Dr. Michael Nöth, ist mindestens so anschauenswert wie die Werke im Rosenhang-Museum. Werke von Liebermann, Corinth, Moret, Martin, Guillaumin, Valtat in diesem Umfang kriegt man nicht alle Tage zu sehen!

Zu erstehen sind die Exponate übrigens auch. Nur dürfte der übliche Rahmen der eigenen Kreditkarte da nicht ausreichen. Ein Besuch lohnt sich wirklich. Weilburg ist dabei, sich zur Kunststadt zu mausern – eine echte Chance für die Residenzstadt, deren Altstadt schon bessere Zeiten gesehen hat.

Besonders angetan war ich von Liebermanns Bild „Zwei Spaniels“, einem Bild aus einer ganzen Serie von Versuchen, das strubbelige Hundefell mit wirrem Pinselstrich nachzuempfinden, wie uns Frau Regina Gerich erklärte, die mich freundlicherweise durch die beeindruckende Ausstellung führte.