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Bad Homburg, 18. August 2017
Im Wahlkreis unterwegs

Besuch auf der DRK-Rettungswache Bad Homburg

am Rettungsfahrzeug mit Axel Bangert und Thomas Kapell
Erklärung der Rettungstrage
Erklärung der Rettungstrage
Die meisten wissen es: Wenn es darum geht, kann man sich auf das Rote Kreuz und seine Mitarbeiter verlassen. Sie sind auf vielen Feldern tätig: Kranken- und Rettungstransporte, Flüchtlingshilfe, Senioren- und Pflegeheime, Krankenhäuser und nicht zuletzt auf den entsprechenden Ausbildungsfeldern.

Heute hatte ich die Chance, den neuen Notfallstützpunkt des Hochtaunuskreises in Bad Homburg in Begleitung des Bad Homburger Bürgermeisters Karl Heinz Krug zu besichtigen.
Das war nicht nur eine gute Gelegenheit, dem DRK-Kreisgeschäftsführer Axel Bangert zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Er und sein Kollege, der Bereichsleiter Thomas Kapell, standen mir auch für eine Führung und Gespräche über die Arbeit im Kranken- und Rettungstransport zu Verfügung.

Über 33.000mal sind hier die stationierten Fahrzeuge ausgerückt. Nicht immer, aber oft ging es dabei um Leben und Tod. Wer eine solche Hilfe braucht, vor allem bei Unglücksfällen, kann sich darauf verlassen: In 15 Minuten sind Retter vor Ort.
Das Rote Kreuz beweist in seiner Arbeit tagtäglich und überall, dass jedes Menschenleben gleichviel Wert hat, wenn es auf dem Spiel steht und dann jede Sekunde zählt.
Wir verdanken es den rund 150 DRK-Kräften im Hochtaunus, dass wir in der Not sicher sein können.

Wie mir mitgeteilt wurde, mangelt es im alltäglichen Straßenverkehr oftmals an der Einsicht zum Vorrang für Rettungsfahrzeuge. Noch schlimmer ist es, wenn die DRK-Mitarbeiter im Einsatz beschimpft oder behindert oder sogar bedroht werden. Zum Glück eine Ausnahme im Hochtaunus - aber auch von der Bedrohung mit einem Samurai-Schwert wussten mir Mitarbeiter im Pausenraum zu berichten.
Deshalb scheint es mir auch angemessen, dass wir vor ein paar Wochen als Gesetzgeber die Strafen für solcher Art Rüpeleien gegen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte deutlich erhöht haben. Damit ist klar, dass solche Übergriffe nicht nur ein Kavaliersdelikt darstellen.

Der Respekt vor den Einsatzkräften, die unterwegs sind, um Menschen zu helfen, ist bei mir noch gewachsen. Beim heutigen Hereinschauen konnte ich dafür nur Danke sagen.

Gerne will ich darauf aufmerksam machen: Wir haben es hier mit einem Berufsfeld zu tun, wo kontinuierlich weitere professionelle Mitarbeit gesucht wird, die man hier auch aus- und weiterbildet.
Leider ist das Arbeitsfeld inzwischen auch als ein lukratives Geschäftsfeld entdeckt worden. Private Unternehmen ohne logistische Vernetzung im Kreis und ohne die Hilfetradition des Deutschen Roten Kreuzes versuchen, im Hochtaunuskreis Fuß zu fassen. Ihr Geschäftsmodell: Schlechter bezahlte Arbeit bei oftmals minderer Qualifikation. Es geht dabei leider nicht um einen fairen Kostenwettbewerb, sondern um Vorteilssicherung zulasten der Beschäftigten. Meine Gesprächspartner zeigen sich noch optimistisch, dass ihre Erfahrungen und ihr Einsatzwille mehr wert sind, als die bloßen Kostenrechner kalkulieren mögen.

Wenn ihnen unterwegs wieder ein Rettungswagen begegnet, seien Sie verständnisvoll, hilfsbereit und freuen Sie sich, dass es diese Dienste gibt, von denen sie vielleicht auch einmal profitieren könnten.