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23. August 2017
Unterwegs im Wahlkreis

Landwirtschaft im Hochtaunus: Beim Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Georg Kopp in Ober-Erlenbach

Mein Wahlkreis ist unverkennbar auch von der Landwirtschaft geprägt. Gerne nutze ich Gelegenheiten, um mich mit landwirtschaftlichen Problemen im Hochtaunus / Oberlahn vertrauter zu machen.
Immer ein Gewinn ist es, bei Georg Kopp in Ober-Erlenbach vorbei zu schauen.

Er ist nicht nur der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes. Er betreibt auch im Auftrag des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins in Ober-Erlenbach landwirtschaftliche Versuchsfelder. Sie sind angelegt auf 12 mal 1,50 Meter. Analysiert wird, wie sich verschiedene Sorten von Mais, Raps, Zuckerrüben und Weizen unter unterschiedlichen Bedingungen entwickeln. Welcher Dünger und welche Fungizide von welchem Hersteller wirken am besten? Auf den knapp 1400 Kleinparzellen werden die jeweiligen Fruchterfolge miteinander verglichen.

Mit Herrn Kopp konnte ich einmal mehr auch über die heutigen Grundprobleme der landwirtschaftlichen Produktion reden. Der jeweils neueste Nahrungsmittelskandal, derzeit betrifft es die Eierproduktion, entzaubert immer wieder die Lesebuchidylle vom Arbeiten auf dem Bauernhof. Doch die gibt es schon lange nicht mehr. Unterschätzt wird, wie sehr die Verbraucher mit ihrer "möglichst-billig-Mentalität" die Marktchancen bestimmen. Zu den Alltagsproblemen gehört zudem die angemessene Reaktion auf unvorhersehbare Wetterverhältnisse und Marktentwicklungen. Über Gewinne der Landwirtschaft von heute bestimmt schon längst die Pariser Börse. Man kann das über das Internet verfolgen. Doch auch die Digitalisierung der Landwirtschaft kann nicht verhindern, dass Unsicherheiten bestehen bleiben. Zu welchen Preisen wird der Weizen im nächsten Monat gehandelt?

Es gibt noch eine Reihe weiterer offener Fragen: Was hat es auf sich mit Glyphosat und grüner Gentechnik? Ab wann wird Düngung ein Problem für das Grundwasser? Unter welcher Voraussetzung bietet Bio-Energie eine Zukunftsperspektive? Wird der Einsatz für Landschaftspflege hinreichend honoriert? Mit dem berufserfahrenen Georg Kopp kann man solche Fragen intensiv diskutieren. Einen Wunsch nehme ich gerne mit: Auch im landwirtschaftlichen Betrieb muss Wert darauf gelegt werden, Bürokratie auf das Notwendigste zu reduzieren.

Ich danke Herrn Kopp für die vielen interessanten Anregungen. Mein Respekt vor der Arbeit unserer Landwirte ist gewachsen.