Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Das können nur übermotorisierte Modellflugzeuge - Die beiden Habichte (1935) nach ihrem Simultanflug
Flugplatz Neu-Anspach Wehrheim-Obernhain EDFA, 27. August 2017
Im Wahlkreis unterwegs

Auf dem Flugfest des LSC Bad Homburg

70-jähriges Jubiläum des Betriebs an diesem Ort
nach dem Jungfernflug mit Fluglehrer Bernd Wehrheim
mit Klaus Mangels, Gerhard Reuter und Horst-Walter Schwager
Mit Klaus Mangels, Gerhard Reuter und Horst-Walter Schwager vom Vorstand des LSC Bad Homburg
Im Gespräch mit Gerhard Reuter und dem Segelflugweltmeister Jan Reichardt
Im Gespräch mit Gerhard Reuter und dem Segelflugweltmeister Jan Reichardt
Ich hatte ja bereits in den vergangenen Jahren die Einladungen des LSC Bad Homburg erhalten, an ihren jährlichen Flugtagen auf dem Flugplatz Neu Anspach-Wehrheim-Obernhain einmal teilzunehmen. Diesmal - und das noch zu dem besonderen Anlass des 70-jährigen Operierens auf diesem Platz - hat es geklappt. Ich gehe ja sonst selten in die Luft - wurde aber überredet - es mit einem der vereinseigenen Schulungsflugzeuge, dennoch zu tun. Und das ganz ohne Motor. Allerdings hatte ich keine Sekunde lang einen Zweifel, nicht wieder heil unten anzukommen. Dafür sorgte schon mein Pilot, der sehr erfahrene Fluglehrer Bernd Wehrheim.

Ich habe es gut überstanden und war nach einiger Zeit wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der Blick von oben herab auf meinen Wahlkreis und seine Menschen war schön und der sanfte und lautlose Flug ein unvergessliches Erlebnis. Wichtig war mir allerdings, mehr über den Verein zu erfahren und über seine Arbeit.

Erstaunt war ich, von Dr. Horst Schwager zu erfahren, dass die Jugendarbeit einen sehr breiten Raum einnimmt, dass die jungen Leute bereits mit vierzehn Jahren ihren Flugschein machen können und dann bereits alleine fliegen dürfen.

Auch einen Vizeweltmeister im Segelfliegen hat der Luftsportclub in seinen Reihen. Er berichtete mir über die Wettkämpfe, was dort verlangt werde und wie man sich darauf vorbereitet. Eine höchst verantwortungsvolle Arbeit, die so auch an die begeisterten Jugendlichen, die oft über den Modellflug zum Verein stoßen, weitergegeben wird.

Neben Oldtimern und Nachbauten von solchen aus den 30er Jahren, die zu zweit einen Simultanflug um das Flugfeld demonstrierten mit etlichen Flugmanövern, durfte ich auch bestaunen, wie technisch ausgereift die modernen Flieger sind. Aus den leichtesten und festesten Baustoffen hergestellt, mit Solaranlagen versehen und lauter digitalen Instrumenten bestückt, besitzen diese Wunderwerke bemerkenswerte Flugeigenschaften. So sinken einige von ihnen bei normalen Bedingungen maximal 50 Meter auf einen Kilometer.

Aber auch motorisierte Oldtimer waren zu bewundern. Mehrere T6 oder eine Broussard, die schon Schlimmes gesehen haben vor gut 70 Jahren. Hier standen sie ohne Bewaffnung, völlig zivil.

Eine tolle Arbeit durch den Vorstand durfte ich an diesem Tage erfahren und auch einige sehr aufschlussreiche Gespräche führen über so akute Themen wie der zunehmende Einsatz von Flugdrohnen und die für nötig erachteten, dringend erforderlichen gesetzlichen Regelungen für deren Betrieb.

Vielen Dank an alle für diese aufschluss- und erlebnisreichen Stunden bei einem gar nicht so elitären Verein, wie manch einer denken könnte.