Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

07. September 2017

Mehr Lohngerechtigkeit: Soziale Berufe besser bezahlen!

Die 5,5 Millionen Beschäftigten, die in Gesundheits-, Pflege und Erziehungsberufen arbeiten, – in der großen Mehrheit Frauen – haben ehrliche gesellschaftliche Anerkennung verdient. Schließlich leisten sie wertvollen Dienst für und am Menschen. Deshalb fordern wir mehr Lohngerechtigkeit und die konkrete Aufwertung sozialer Berufe. Denn eine gute Betreuung unserer Kinder, die Pflege kranker oder älterer Menschen muss unserer Gesellschaft etwas wert sein.

Das fängt bereits bei der Ausbildung an: In den meisten Ausbildungsgängen von Sozial- und Gesundheitsberufen erhalten Auszubildende keine Vergütung. Im Gegenteil: Sie müssen sogar noch Schulgeld zahlen. Die Folge: Jährlich bekommen 200.000 junge Leute in Ausbildung keinen Lohn und verzichten in dieser Zeit auch noch auf Rentenansprüche. Wir finden: Damit muss Schluss sein! Deshalb wollen wir Schulgeldfreiheit und gute Ausbildungsvergütung für alle Auszubildenden in den Sozial- und Gesundheitsberufen durchsetzen. Damit steigern wir nicht zuletzt auch die Attraktivität dieser Berufsbilder. Mit der Reform der Pflegeberufe haben wir gezeigt, dass dies möglich ist.

Klar ist: Hohe Tarifbindung und starke Sozialpartnerschaft sind der Schlüssel für gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung auf dem Arbeitsmarkt. Das gilt auch im Gesundheits- und Sozialwesen. Deshalb fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einen Pakt für anständige Löhne und eine starke Tarifbindung in unserem Land.