Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Bad Homburg/Weilburg, 29. September 2017

Die Wahl ist gelaufen. SPD vor dem Neustart.

Dr. Hans-Joachim Schabedoth
Am 24. Oktober wird sich der neue Bundestag konstituieren. Damit ist meine Amtszeit als Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Hochtaunus/Oberlahn abgeschlossen. Meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter und ich haben uns bis zum Wahltag im Rahmen unserer Möglichkeiten darum bemüht, ein besseres Ergebnis für unsere Partei zu erzielen. Wir haben alle nicht damit gerechnet, dass so viele Biedermänner und -frauen Brandstifter wählen würden und der Arbeit der großen Koalition einen so starken Denkzettel ausstellen wollten.

Die SPD hat diesen „Denkzettel“ verstanden. Schon am Wahlabend war klar: Unser Auftrag ist nunmehr die Oppositionsarbeit. Damit ist sichergestellt: Regierungskritik wird nicht von Links- und Rechtsaußen monopolisierbar. Angela Merkel mag nunmehr die Selbstmordbereitschaft neuer Bündnispartner austesten. Die SPD ist dabei, sich neu aufzustellen und neu auszurichten. In den nächsten Wochen wird das auf vielen regionalen Konferenzen mit unseren Mitgliedern geschehen. Ich freue mich sehr darüber, dass seit dem Wahlabend die SPD bereits über 3.000 neue Mitglieder und Mitstreiter für unsere Sache der Sozialen Demokratie gewonnen hat.

Viele der alten und neuen SPD-Bundestagsabgeordneten wären froh, in ihren Wahlkreisen meine Ergebnisse erzielt zu haben. Deshalb nehme ich in Demut das Urteil der Wählerschaft an. Und es tut mir leid, dass ich nunmehr auf den vielen SPD-internen und externen Veranstaltungen im Wahlkreis nicht mehr eine Stimme aus der Bundespolitik sein kann. Aber auch dafür gibt es ein nächstes Mal, wenn auch nicht mehr für mich persönlich.

Ich bedanke mich bei allen, die mich während meiner Amtszeit mit Zuspruch, Anregungen und offener Kritik begleitet haben. Vor allem bin ich allen zu Dank verpflichtet, die mit mir diese Wahlauseinandersetzung getragen haben. Besonders stolz bin ich dabei auf das Engagement unserer Jungsozialistinnen und Jungsozialisten. Sie werden morgen die Auseinandersetzungen gewinnen, in denen wir heute unterlagen oder nicht weit genug gekommen sind.
Selbstverständlich fühle ich mich meinen Wählerinnen und Wählern weiterhin verbunden. Ich bedanke mich für die in mich gesetzten Hoffnungen und das in vielen persönlichen Begegnungen übermittelte Vertrauen in meine Arbeit. Bitte begegnen Sie der neu aufgestellten SPD auch mit einem Vertrauensvorschuss. Ich habe in meiner letzten Fraktionssitzung durch die Begegnung mit den vielen neuen und jüngeren Kräften die Zuversicht gewonnen, dass man auch aus einer Wahlniederlage gestärkt hervorgehen kann.